Was die Karte zeigt
Die runde Karte zeigt den ganzen Himmel, den du am gewählten Ort zur gewählten Minute hättest sehen können. Der äußere Kreis ist der Horizont, die Mitte ist der Zenit, der Punkt genau über deinem Kopf. Eingezeichnet sind rund 2.300 Sterne bis zur Helligkeit 5,3, die Linien aller 88 Sternbilder, der Mond mit seiner Phase und die Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn. Je größer ein Punkt, desto heller der Stern, und seine Farbe zeigt, ob er eher bläulich-heiß oder rötlich-kühl leuchtet. Unter der Karte steht, welche Sternbilder hoch standen, wie der Mond aussah und welche Planeten über dem Horizont waren.
So liest du die Himmelskarte
Stell dir vor, du liegst auf dem Rücken, der Kopf zeigt nach Norden, und du hältst die Karte über dich. Darum liegt Osten links und Westen rechts, anders als auf einer Landkarte, die von oben auf die Erde schaut. Was nah am Rand steht, siehst du knapp über dem Horizont, was in der Mitte steht, hoch über dir. Die feinen Kreise markieren 30 und 60 Grad Höhe. Die goldene gestrichelte Linie ist die Ekliptik, die Bahn, auf der Sonne, Mond und Planeten durch die zwölf Tierkreis-Sternbilder ziehen.
Warum der Himmel von Ort und Uhrzeit abhängt
Die Erde dreht sich einmal am Tag um sich selbst, deshalb wandert der Sternenhimmel jede Stunde um 15 Grad weiter. Sterne im Osten steigen auf, Sterne im Westen gehen unter. Weil die Erde zugleich um die Sonne läuft, gehen dieselben Sterne jeden Abend rund vier Minuten früher auf. So wechselt der Abendhimmel mit den Jahreszeiten: Im Winter steht Orion im Süden, im Sommer das Sommerdreieck aus Wega, Deneb und Atair.
Auch der Ort zählt. Der Polarstern steht immer fast genau so hoch über dem Nordhorizont, wie der Ort nördlich des Äquators liegt: in Hamburg rund 54 Grad, in München rund 48 Grad. Auf der Südhalbkugel ist er gar nicht zu sehen, dafür das Kreuz des Südens. Am gleichen Kalendertag um die gleiche Uhrzeit stehen die Sterne jedes Jahr fast gleich. Was deinen Himmel einmalig macht, sind Mond und Planeten.
Sternzeichen und Sternbild sind nicht dasselbe
Dein Sternzeichen richtet sich danach, in welchem Zwölftel des Tierkreises die Sonne stand. Die Zählung beginnt mit dem Frühlingsanfang. Weil die Erdachse langsam taumelt (Präzession), hat sich dieser Punkt seit der Antike um fast ein ganzes Sternbild verschoben. Wer zum Beispiel Widder ist, hatte die Sonne meist vor dem Sternbild Fische. Das Sternbild deines Zeichens steht an deinem Geburtstag außerdem nah bei der Sonne am Taghimmel und ist nachts nicht zu sehen. Wo die anderen Himmelskörper standen, zeigen der Aszendent-Rechner (das Zeichen am Osthorizont) und der Mondzeichen-Rechner.
Die Sternenkarte als Geschenk
Ein Sternenhimmel zum Geburtstag, zur Geburt eines Kindes, zum Hochzeitstag oder zum Tag, an dem ihr euch kennengelernt habt: Trag Datum, Uhrzeit und Ort ein, gib oben einen Titel ein, etwa einen Namen, und lade die Druckversion. Sie hat 2400 × 3000 Pixel und reicht für einen Fotodruck bis etwa 20 × 25 Zentimeter. Das Bild zum Teilen ist für Handy und soziale Netzwerke gedacht. Der Link unter der Karte führt genau zu diesem Himmel zurück, damit kannst du ihn auch verschicken.
Wie genau ist die Karte?
Die Sternpositionen stammen aus dem Hipparcos-Katalog und werden auf dein Datum umgerechnet, auch die langsame Drehung der Erdachse ist eingerechnet. Die Eigenbewegung der Sterne fehlt, sie macht in 100 Jahren weniger als ein Fünftel Grad aus. Sonne und Mond stimmen auf etwa ein Drittel Grad, die Planeten auf etwa ein Grad. Die Lichtbrechung der Luft, die Sterne am Horizont etwas höher erscheinen lässt, ist nicht berücksichtigt.
Die Sommerzeit rechnet die Seite für europäische Orte ab 1980 automatisch ein. Bist du in Deutschland in einem früheren Sommerzeit-Jahr geboren (1916 bis 1918 oder 1940 bis 1949), gib im Sommerhalbjahr die Uhrzeit eine Stunde früher ein. Für Orte außerhalb Europas rechnet die Seite ohne Sommerzeit. Und: Die Karte ist eine Rechnung, kein Foto. Ob man in der Nacht wirklich Sterne sah, hing von Wolken und Stadtlicht ab. In einer Großstadt sind oft nur einige Dutzend Sterne zu erkennen.
Quellen
Sterndaten und Sternbild-Linien: d3-celestial von Olaf Frohn (BSD-3-Lizenz, © 2015 Olaf Frohn), Sterne aus XHIP, einer erweiterten Fassung des Hipparcos-Katalogs (Anderson und Francis, 2012). Formeln für Präzession, Sonne, Mond und Planeten nach Jean Meeus, „Astronomical Algorithms“. Die deutschen Sternbild- und Sternnamen sind unsere eigene Liste.
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