Albrecht von Wallenstein.

Albrecht von Wallenstein

Albrecht von Wallenstein war äußerst astrologiegläubig und wollte durch Horoskope den Lauf seines Schicksals kennen. Johannes Kepler, der ihn bereits 1608 ein erstes Horoskop erstellte und zwischen 1627 und 1630 als Hofastrologie diente, sollte ihm jedes Jahr aufs neue vorhersagen, was ihm im nächsten Jahr an Glück und Unglück zustoßen würde, wie lange der Dreißigjährige Krieg noch andauern würde und auch die genauen Umstände seines Todes interessierten Albrecht von Wallenstein brennend. Kepler kam den Wunsche, ein Horoskop zu liefern, dass all diese Einzelheiten beinhaltete, nicht entgegen. Nach der Auffassung von Johannes Kepler war eine solch präzises Horoskop nicht Möglich. Während Wallenstein der Meinung war, die Sterne kennen bereits die Zukunft, vertrat Kepler die Auffassung, dass der Himmel nicht alleine wirkt, sondern die Menschen aus freien Willen handeln. Die Sterne zwingen nicht, sie machen nur geneigt, so die These von Johannes Kepler.

Das erste Horoskop, das Johannes Kepler für Wallenstein erstellte, stammte aus dem Jahre 1608. Dabei kannte Kepler den damals noch Unbekannten nicht, sie begegneten sich auch nicht. Um das Horoskop zu erstellen benötigte Kepler auch nur den genauen Geburtstermin von Wallenstein. In dem Horoskop, dass mit der kurzen Warnung eingeleitet wurde, nicht allein auf die Sterne zu vertrauen, beschrieb Kepler dann den Charakter und die zukünftigen Ereignisse im Leben Wallensteins verblüffend genau. Wallenstein wurde als Mensch mit großem Ehrgeiz und Machstreben von Kepler beschrieben. Für das 33. Lebensjahr sagte er dem jungen Baron dann noch eine stattliche Heirat voraus, allerdings werde die Frau nicht allzu schön sein, dafür aber reich an Herrschaften, Gebäuden und Vieh. Das Horoskop endete mit den unangenehmen Dingen in der Zukunft des zukünftigen Heerführer. Kepler sagte Wallenstein einen besonderen Aberglauben nach und sagte ihm voraus, dass er Rädelsführer einer maleconten, einer unzufriedenen Rotte werden würde.

Bei der vorhergesagten Heirat irrte sich Johannes Kepler allerdings, sie fand bereits in Wallensteins 26. Lebensjahr statt.

Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein wurde 1583 in Hermanitz an der Elbe geboren, er starb 1634 in Eger, er war Herzog von Friedland und Mecklenburg, Fürst von Sagan und während des Dreißigjährigen Krieges kaiserlicher Generalissimus. An der Seite von Kaiser Ferdinand und der Katholischen Liga kämpfte Wallenstein gegen die Protestantische Union. Er fiel später in Ungnade und wurde von kaisertreuen Offizieren ermordet.

Albrecht Wallenstein Eckdaten

24. September 1583 Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein wird in Hermanitz an der Elbe geboren. Vom Sternzeichen war Wallenstein damit Waage.

1595 Wallenstein wird im Alter von elf Jahren Vollwaise. Erst stirbt seine Mutter (1593) und dann auch noch der Vater.

1602 Im Alter von 19 Jahren (andere Quellen gehen von 1606 aus) soll Wallenstein der Legende nach einen Unfall unverletzt überstanden haben. Er überlebten den Sturz aus einen Fenster. Für Wallenstein ein wundersames Ereignis, er dachte, die Jungfrau Maria habe ihn gerettet. Danach tritt er zum Katholizismus über.

1618 Als der Dreißigjährige Krieg beginnt ist Wallenstein 35 Jahre alt.

1625 bis 1634 Wallenstein wird als Generalissimus zweimal Oberbefehlshaber der kaiserlichen Streitkräfte im Dreißigjährigen Krieg und kämpft auf der Seite der Katholischen Liga gegen die protestantischen Mächte Deutschlands sowie gegen Dänemark und Schweden.

25. Februar 1634 Albrecht von Wallenstein wird in Eger von kaisertreuen Offizieren ermordet.

1648 Der Dreißigjährige Krieg endet. Wallenstein wäre bei Kriegsende 65 Jahre alt gewesen.

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